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Hier finden Sie unsere Blogbeiträge.

Hamburg,

Rothirsch im Bast

Im Frühling vollbringt die Natur Höchstleistungen

Endlich ist der Frühling da: Der März steht seit jeher für Aufbruch und Erneuerung. Samen keimen, Triebe sprießen und Feldhasenjunge, Fuchswelpen oder kleine Dachse erblicken das Licht der Welt. Und bei männlichen Rothirschen beginnt ein neues Geweih zu wachsen. Nachdem im Laufe des Februars die alten Geweihstangen abgefallen sind, wachsen nun die neuen – und das mit bis zu zwei Zentimetern pro Tag in rasantem Tempo.

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Hamburg,

Schreiadler im Flug

Gefährliche Heimkehr

Schreiadler sind Weltenbummler – und leben damit hochgefährlich. Als Thermiksegler können sie nur über Land ziehen. Auf ihrem Rückflug aus Afrika müssen sie daher das Mittelmeer östlich umfliegen und den Nahen Osten überqueren, wo ihnen der Abschuss durch illegale Greifvogeljagd droht. Die Täter haben es auf Federn, Schnäbel oder Krallen als Trophäen abgesehen – und auf den vermeintlichen Ruhm, den es dort mit sich bringt, wenn man diese imposanten Tiere erlegt hat. Die sozialen Medien bieten die Plattformen, um mit den Taten prahlen zu können.

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Klepelshagen / Hamburg,

Charakteristisch bei Seidenschwänzen ist die gut sichtbare Federhaube.

Seltene Wintergäste mit seidigem Glanz

In Klepelshagen haben wir gerade ganz besonderen Besuch: Rund 80 Seidenschwänze sind auf unserem Stiftungsgut und in der Umgebung zu Gast. In kleinen, lebhaften Trupps ziehen sie durch Dörfer und Landschaft, immer auf der Suche nach beerentragenden Bäumen und Sträuchern. Ihr leises, klingelndes „Sirrr“ verrät sie oft schon aus der Ferne.

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Hamburg,

Erdkröten (Bufo bufo)

Huckepack in den Frühling – die Krötenwanderung beginnt

Erst Eis und Frost, jetzt dauerhaft Regen und milde Temperaturen – was für ein Krötenwetter! Sobald das Thermometer nachts mindestens etwa 5 Grad anzeigt und der Boden feucht ist, beginnt in der Natur ein beeindruckendes Schauspiel: Tausende Erdkröten verlassen ihre Winterquartiere und machen sich auf den Weg zu ihren angestammten Laichgewässern. Nur späte Frosteinbrüche führen zur Unterbrechung der Wanderungen; die Tiere graben sich dann an Ort und Stelle ein und verharren in der Erde, bis die Wetterbedingungen eine Fortsetzung der Wanderung zulassen.

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Hamburg,

Haussperling

Bald zieht wieder Leben in die Gärten ein

Noch ist es recht ruhig in unseren Gärten, die in Teilen des Landes wieder schneebedeckt sind. Aber schon bald könnte das fröhliche Tschilpen der Spatzen zu hören sein. Sobald Schnee und Frost verschwinden, suchen die Männchen Nistplätze und umwerben die Weibchen mit energischem Gezwitscher und aufgeplustertem Gefieder.

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Hamburg,

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Wer ist hier eigentlich mit wem verwandt?

Von Reh und Hirsch bis Elch und Muntjak: Sechs Hirscharten durchstreifen deutsche Wälder und Wiesen – manche dauerhaft, andere nur zeitweise oder in begrenzten Gebieten. Ihre Verwandtschaftsverhältnisse sind komplex und führen oft zu Trugschlüssen. So ist das Reh nicht die Frau des Rothirschs – und viel enger mit dem Elch verwandt.

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Hamburg,

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European Wildlife Film Awards 2026

Große Emotionen in der Hamburger HafenCity: In der „Botschaft der Wildtiere“ wurden heute zum zweiten Mal die European Wildlife Film Awards (EWFA) verliehen. Mit insgesamt 47.500 Euro Preisgeld ist die Auszeichnung der höchstdotierte Naturfilmpreis Europas.

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Hamburg / Klepelshagen,

Schwarzspecht

Specht bietet Wohnung in bester Waldlage

Der Schwarzspecht (Dryocopus martius) ist einer der fleißigsten Wohnungsbauer im Wald. Regelmäßig zimmert er neue Behausungen, die er meist nur für eine Sommersaison nutzt. Wenn er umzieht, überlässt er seine Höhlen anderen großen oder kleinen Tieren des Waldes. Die Nachmieter wechseln sich über viele Jahre ab. So schafft der Schwarzspecht Brut- und Ruheplätze für mehrere Generationen von Waldbewohnern. Im wildtierfreundlich bewirtschafteten Forst von Klepelshagen findet der gefiederte Zimmermann besonders viele alte Bäume für seine Bauarbeiten. Wie viele Schwarzspechthöhlen es gibt, wollen wir mit unserer Höhlenbaumkartierung herausfinden, die jetzt im Februar startet.

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Hamburg/Regensburg/Augsburg,

Alpenschneehase

Alpenschneehase im Fokus

Alpenschneehasen sind Meister der Tarnung.  Zweimal im Jahr wechseln sie ihre Fellfarbe: von braun auf weiß und wieder zurück. Es braucht also Glück, um die scheuen Tiere zu entdecken – oder die richtige Technik. Mithilfe von Wildtierkameras macht sich die Deutsche Wildtier Stiftung jetzt gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt, den Bayerischen Staatsforsten und weiteren Partnern auf die Suche nach dem seltenen Bergbewohner. Ziel des Projekts ist, 2028 eine Verbreitungskarte für den Alpenschneehasen in den bayerischen Alpen zu veröffentlichen. Jäger und Förster werden aufgerufen, Bilder von Schnee- und Feldhasen zur Verfügung zu stellen.

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Hamburg,

Verhaltensbiologin Dr. Ahana Aurora Fernandez bei der Feldarbeit

Wie unterhalten sich eigentlich Fledermäuse?

Sie koordinieren nächtliche Beutezüge, tauschen sich über sichere Schlafplätze aus und versuchen, das andere Geschlecht mit ihren Gesängen zu beeindrucken: Fledermäuse führen ein erstaunlich komplexes Sozialleben – und das vor allem über ihre Stimme. Wie gelingt ihnen das, sind die Lautäußerungen angeboren oder erlernt, und verändern sie sich im Laufe des Lebens? Das möchte die Verhaltensbiologin Dr. Ahana Aurora Fernandez herausfinden. Für ihre Forschungsprojektidee mit dem Titel „Von der Geburt bis zur Balz: Eine akustische Reise durch das Leben von Hufeisennasen“ hat sie den Forschungspreis der Deutschen Wildtier Stiftung erhalten. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wurde am 13. Januar in der Botschaft der Wildtiere in der Hamburger HafenCity verliehen.

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